Predigt von Pfarrer Maximilian Pühringer zum Gründonnerstag
Predigt Gründonnerstag, 2.4.2026
Perikopen: 1 Kor 11,23-26 Joh 13,1-15
Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben!
Dem Gründonnerstag verdanken wir sehr viel. Ich möchte heute eines herausgreifen, das Größte und Wichtigste dieses Tages, die heilige Kommunion: „Nehmet hin und esset, das ist mein Leib, nehmet hin und trinket, das ist mein Blut.“ Die Kommunion ist das höchste Gut, das wir haben, das Allerheiligste, wie wir es auch bezeichnen. Kommunion, was bedeutet das Ganze? Drei Gedanken. Erstens: Wir empfangen Jesus Christus selber. In diesen kleinen unscheinbaren Zeichen von Brot und Wein ist der Herr für uns da und gegenwärtig, so wie ihn damals die Jünger gesehen und erfahren haben. Gott ist total anwesend im Brot und im Wein. Den Verstand übersteigt das. Es vermag nur das Herz zu begreifen. Wir glauben an einen Gott, den wir empfangen und in uns aufnehmen dürfen, um seine Nähe zu erfahren und um mit ihm im guten Gespräch zu bleiben. „Das Fleisch des Menschensohnes essen …Mehr
Es scheint so, als ob es außer @Bethlehem 2014 und @viatorem hier niemanden geben würde, der in dieser Formulierung was Unkatholisches sieht. Empfehle den beiden, mal den wunderbaren eucharistischen Hymnus "Gottheit tief verborgen", auf Latein "Adoro te devote" von Thomas von Aquin, im Gotteslob Nr. 497, zu beten. Und auch ein bisschen darüber nachzudenken, was Pfarrer Maximilian Pühringer unter Punkt empfiehlt: das Bemühen um Einheit, das Bemühen darum, "das zu meiden, was diese Einheit im Herrn auf irgendeine Weise ankratzt."
Das könnte daran liegen, daß noch längst nicht alle User den Beitrag gelesen haben.
An dem lat. Hymnus des Aquinaten hab ich sicherlich nichts zu bemängeln. An der neuen deutschen bersetzung jedoch durchaus: "unter diesen Zeichen bist Du wahrhaft hier". Ursprünglich hieß die Übersetzung ja noch "unter den Gestalten (!) bist Du wahrhaft hier". - Die Änderung dürfte kaum ohne Überlegung gemacht worden sein, nämlich, wie so häufig: um den Protestanten entgegenzukommen.
Es ist jedoch noch weiterhin der Unterschied zu beachten, ob Jesus "in den Zeichen" oder "unter den Zeichen" gegenwärtig sein solle.
Die Frage bleibt: wozu das Ganze? Warum nicht einfach bei der überlieferten, dogmatisch einwandfreien Bezeichung bleiben: Jesus ist nach der Wandlung unter den Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig?
Nicht diejenigen stören die Einheit, die bei der Überlieferung bleiben, sondern diejenigen, die (ständig) meinen, das Katholische neu erfinden zu müssen.
@Bethlehem 2014
""In diesen kleinen unscheinbaren Zeichen von Brot und Wein ist der Herr für uns da und gegenwärtig.""
Eine neue Formulierung die die Realpräsenz als "Zeichen" sieht , und dennoch als real gegenwärtig , ein Widerspruch in sich und doch keiner.
Warum muss nur alles immer mehr verkompliziert werden. Kann nicht einmal etwas beständig bleiben.....so langsam nervt es, dauernd neuer Ideen kirchlicher Würdenträger ausgesetzt zu werden.
Ich sehe diesen Satz als nicht heiß und nicht kalt...nicht ganz protestantisch aber auch nicht ganz katholisch, also lau und "lau" wollte Jesus Christus nicht dulden.
Jedem gefallen zu wollen führt oft zum Gegenteil dessen, was man sich dadurch erhofft.
Danke! - So ähnlich sehe ich das auch. Eine "zeichenhafte" Gegenwart wäre protestantisch. "In den Zeichen von Brot und Wein zugegen" täten Protestanten wohl auch nicht akzeptieren, zumindest nicht alle Denomminationen.
Wieder was Neues, wobei keiner weiß, wozu...
Ihnen einen gesegneten Feiertag. Wir feiern einfach die Realpräsenz Jesu...
"In diesen kleinen unscheinbaren Zeichen von Brot und Wein ist der Herr für uns da und gegenwärtig."
Weiß hier jemand, ob diese Formulierung noch katholisch ist? Ich habe vor Jahrzehnten gelernt, daß Jesus unter den Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig ist. Natürlich weiß ich, daß Brot und Wein auch etwas bezeichnen. Aber die sind nach der Wandlung ja eben gar nicht mehr vorhanden.
Die Formulierung scheint mir doch eher aus dem Protestantismus zu kommen bzw. dem Modernismus.